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Filmvorführung: ES IST BESSER, NICHT ZUVIEL UM SICH ZU SCHAUEN

 

FR 26.11.2010 19:00 Uhr

LEOKINO 1

€ 3 Eintritt für Studierende

In der lokalen Erinnerung ist es kaum präsent, das 1941 von den Nationalsozialisten gegründete Lager Innsbruck Reichenau. Regisseur Johannes Breit hat nun mit ehemaligen Häftlingen des als Auffanglanger für italienische Arbeiter, als Arbeitserziehungslager und als Haftlager der Gestapo Innsbruck genutzten Lagers am Stadtrand von Innsbruck über ihre Haftzeit gesprochen.
Für den im Zeitraum von April 2006 bis Jänner 2008 gedrehten Film hat Johannes Breit Kontakt mit ehemaligen Häftlingen in Polen, der Ukraine, Weißrussland, Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und in Slowenien auf­­genommen. Einige von ihnen waren bereit, vor der Kamera über ihre Haft, ihre Lebensbedingungen im Wi­­derstand oder als jugendliche Zwangsarbeiter, über die Umstände ihrer Verhaftung und das Leben im Lager zu berichten. Aus den rund 60 Stunden Interviews über Zwangsarbeit in Tirol, über die Rolle des Arbeitsamtes im Na­­tionalsozialismus, über die Arbeit der Häftlingskolonnen in der Stadt und, nicht zuletzt, über Flucht und die Aus­wirkungen der Haft ist ES IST BESSER, NICHT ZUVIEL UM SICH ZU SCHAUEN entstanden. Ergänzt werden die eindrücklichen Aussagen der Zeitzeugen von ausgewählten historischen Dokumenten und so entsteht sowohl auf der Bild- als auch auf der Sprachebene ein umfassendes Bild dieses weitgehend verdrängten Innsbrucker Lagers. Österreich 2006-2008; Regie: Johannes Breit; (Mini-DV; Farbe & Schwarzweiß; 90min).



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