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Studiengebühren sind eine Bildungsbarriere und müssen abgeschafft werden


Studiengebühren sind eine Bildungsbarriere und müssen abgeschafft werden

Die aktuelle OECD-Studie "Education at a Glance 2008" belegt deutlich, dass Österreich eines jener Länder ist, in denen es "hohe soziale Selektivität" gibt. In Österreich etwa ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind aus einer Akademikerfamilie ein Studium beginnt, mehr als doppelt so groß, als der Anteil dieser Familien an der Gesamtbevölkerung erwarten ließe.

Studienbeihilfen sorgen nicht ausreichend für soziale Gerechtigkeit! Das Beihilfensystem ist löchrig – schließlich ist etwa auch bei Kindern aus wohlhabenden Familien keinesfalls sichergestellt, dass diese auch finanzielle Unterstützung seitens der Eltern erfahren. Nur zu oft fallen sozial schwache Studierende ohne ihr Verschulden aus dem Beihilfensystem – bedingt etwa durch "Anmeldelotterien" um zu wenig Kursangebote, siehe Punkteanmeldung an unserer SOWI!

Wenn Minister Hahn behauptet, dass sich die Studienqualität seit der Einführung  der Gebühren verbessert hat, ist das eine reine Farce. Denn das Hochschulbudget wurde genau um die Summe, die die Studiengebühren den Universitäten einbringen, gekürzt!

Es ist wichtig, dass die sozial ungerechten Studiengebühren für alle Studierenden jetzt abgeschafft werden, denn Studiengebühren sind soziale Bildungsbarrieren und müssen daher abgeschafft werden.

Wir hoffen, dass der SPÖ-Antrag auf Studiengebührenabschaffung im Parlament eine Mehrheit findet. Auch deshalb, weil es dann keine Studierenden mehr geben würde, die mit der Erwägung, das Studium wegen der Studiengebühren abzubrechen, die VSStÖ Sozialberatung aufsuchen müssen.

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