Lösung beim Medizinstudium?
75% ÖsterreicherInnen; 20% EU-BürgerInnen; 5 % Nicht-EU-Bürgerinnen
Diese Quoten und eine scheinbare Erhöhung der Studienplätze von 1250 auf 1500 sollen ein großer Wurf von Lisl Gehrers Expertengruppe sein.
Zum einen ist fraglich, ob die Regelung EU-konform ist, zum anderen stellen die genannten Zahlen für die Studienplätze eine reine Augenauswischerei dar. Es wird von 1500 Studienplätzen in Zusammenhang einer Erhöhung gesprochen, hat Frau Gehrer vergessen, dass im Wintersemester 2005/2006 alleine in Wien 1560 StudentInnen zum Medizin-Studium zugelassen wurden?
Die Erweiterung der Studienplätze ist also nicht auf die akutellen Zahlen bezogen, sondern auf die rigorose Kürzung der AnfängerInnenplätze, die mit dem Wintersemester 2006/2007 eingeführt worden wäre und somit minimal entschäft eingeführt wird. Die Studienplätze für das 3. Semester im Medizinstudium (also nach erfolgreicher SIP1) werden überhaupt nicht erhöht.
Für einen Studienplatz von den spärlichen 1500 muss man sich dem schweizer EMS-Test unterziehen, für den aus heiterem Himmel plötzlich Erfahrungswerte bestehen (15 - 20% Dropoutrate nach EMS - Vorselektion), die durch die kurze Existenz der akutellen Testvariante gar nicht existieren können.
Für den offenen Hochschulzugang und gegen Zugangbeschränkungen einzutreten scheint Ministerin Gehrer schon lange egal zu sein. Der beschränkende §124b des UG02 bleibt weiterhin bestehen, obwohl von einem "Tsunami deutscher StudentInnen", wie Gehrer sich ausdrückte, in den Studien Betriebswirtschaft, Biologie, Pharmazie und Pharmazie nicht die Rede sein kann.
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