EMS = Studierende entSORGen!
Presseaussendung vom 14.01.2006
Neuer Rektor macht alte Fehler
Zukünftige Studierende an der Medizinischen Universität Innsbruck (kurz: MUI) haben keinen Grund zu feiern. Denn auch der neue Rektor hält an alten (schlechten) Gewohnheiten fest: Weitere Zugangsbeschränkungen an der MUI sollen geschaffen werden.
„Wenig überrascht, aber trotzdem entsetzt“ äußert sich Christoph Graf, Vorsitzender des VSStÖ Innsbruck, über die Bestrebungen an der MUI einen Eignungstest, EMS-Test genannt, für Studierwillige einzuführen. „Dieser zweifelhafte Test wird für Unsummen aus der Schweiz zugekauft, jedoch gibt es keine Möglichkeit die Qualität und Tauglichkeit des Tests zu überprüfen. Somit wird den Studierenden eine weitere ungerechtfertigte und unfaire Hürde in den Weg gelegt!“ erklärt Christoph Graf.
Der VSStÖ Innsbruck ergreift die Inauguration des neuen Rektors als Möglichkeit ihm und der Öffentlichkeit klarzumachen, dass derartige Zugangsbeschränkungen weder im Interesse der Universität, noch im Interesse der Gesellschaft liegen und schon gar nicht den Studierenden nützt. Daher findet um 10:00 vor der Hauptuni eine Medienaktion unter dem Titel: „EMS = Studieren entSORGen – Nicht mit uns!“ statt.
„Bildung muss für alle zugänglich sein. Der VSStÖ steht für eine offene Uni, die keine Menschen aus „bildungsfernen“ Schichten ausschließt! Diese sind mit derartigen Methoden erwiesenermaßen weniger vertraut und können dementsprechend weniger selbstbewusst damit umgehen. Soziale Selektion und Ungerechtigkeit hat an keiner unserer Universitäten - auch nicht an der MUI, Herr Sorg! – etwas zu suchen.“, schließt Christoph Graf.
Komm vorbei, wir treffen uns jeden Dienstag um 19:00 im Bogen 115.
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