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>> FÜR EIN FLEXIBLES und SELBSTBESTIMMTES STUDIUM

Das Medizin-Studium in Innsbruck ist eines der am meisten verschulten Studienfächer überhaupt. Fixe Stundenpläne am Semesteranfang und willkürliche
Einteilung in Praktikumsgruppen stehen an der Tagesordnung. Eine freie Studiengestaltung ist derzeit unmöglich. Daher fordert der VSStÖ ein Aufbrechen des starren Studienplans, um eine flexible Studiengestaltung nach individuellen
Bedürfnissen zu ermöglichen.

>> FÜR EIN FAIRES und SINNVOLLES PRÜFUNGSSYSTEM

Der VSStÖ setzt sich für ein Prüfungssystem ein, das zu einer nachhaltigen, sinnvollen und hochwertigen Ausbildung beiträgt. Die ursprüngliche Zielsetzung
bei der Entwicklung der SIPs, nämlich eine Prüfung zu schaffen, in die verschiedene Fächer integriert werden, um den interdisziplinären Charakter der Medizin zu fördern, begrüßen wir. Zu beobachten ist jedoch, dass die SIPs zu einem Abprüfen von immer mehr Detailwissen werden. Nicht das integrative Lernen und Verstehen von Zusammenhängen, sondern stupides Auswendiglernen und das Einprägen von Altfragen führen zum Erfolg. Wir fordern daher Prüfungsfragen, welche die oben genannten Forderungen und Ziele
forcieren. Dabei stellen wir jedoch in Frage, ob dies mit dem SIP-System überhaupt möglich ist.

>> FÜR EINE VERBESSERTE PRAKTISCHE AUSBILDUNG

Das Medizin-Studium in Innsbruck besteht nach wie vor hauptsächlich aus Frontalunterricht. Damit hat der neue Studienplan (seit 2002) seine
Zielsetzungen verfehlt. Der Zusammenhang der Grundlagenfächer in der Vorklinik mit der späteren ärztlichen Tätigkeit ist oft nicht ersichtlich, die
Vermittlung praktischer Fertigkeiten in den klinischen Praktika ist nicht zufrieden stellend. Der VSStÖ fordert daher eine entsprechende Wertschätzung der Lehre, mehr Mittel für die praktische Ausbildung und die Sicherstellung der
Erlangung von klinisch-praktischen Kompetenzen, die der Approbationsreife entsprechen.

>> FÜR SOZIALE ABSICHERUNG IM KLINISCH-PRAKTISCHEN JAHR

Das KPJ stellt einen zeitlichen Aufwand für Studierende dar, der einem Vollzeitjob
entspricht. Dies führt vor allem bei den vielen Studierenden, die neben dem Studium berufstätig sein müssen (und durch das KPJ nicht mehr sein können), zu finanziellen Engpässen.
Der VSStÖ fordert daher (neben seiner Forderung nach einer allgemeinen
Grundsicherung für Studierende) verpflichtende Bezahlung im KPJ, kostenlose Verpflegung in der Klinik-Mensa für KPJ-Student_innen sowie angemessene Umkleidemöglichkeiten.

>> FÜR DEN AUFBAU EINER ECHTEN MEDIZINISCHEN UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK

Zum Lernen benötigen ALLE Student_innen geeignete Unterlagen. Daher genügt es nicht, dass Professor_innen in jedem Fach die besten und meist sehr teuren Lehrbücher empfehlen. Es muss für Studierende möglich sein, diese
Bücher kostenlos in der Bibliothek auszuleihen, was an anderen Universitätsbibliotheken üblich ist. Dazu ist der Ausbau des Bücherbestandes
in der Fachbibliothek mit dem Ziel eines aktuellen und breit gefächerten  Sortimentes wichtig.

>> FÜR EINE OFFENE und STARKE STUDIERENDENVERTRETUNG (ÖH)

In den letzten Jahren wurde die Studierendenvertretung von der
IMU (Innsbrucker Medizinerunion) bzw. AG (Aktionsgemeinschaft)
dominiert. 9 von 9 Mandaten wurden von dieser Fraktion gestellt,
was demokratiepolitisch durchaus fragwürdig ist.
Trotz dieser Dominanz konnte die IMU/AG keinerlei Verbesserungen der
Studienbedingungen durchsetzen. Sogar selbst gesetzte Ziele wie
Blockwiederholungen bei SIPs wurden aufgegeben. Dieses klägliche Scheitern der IMU/ AG ist eine zusätzliche Motivation für den VSStÖ neuen und frischen Wind an unsere Universität zu bringen. Wir wollen den Studierenden endlich das
Gefühl geben, dass es tatsächlich eine demokratisch gewählte
Studierendenvertretung gibt.Der VSStÖ ist die bessere Alternative.
Wir werden uns ernsthaft und mit mehr Durchsetzungsvermögen für bessere Studienbedingungen einsetzen.

>> Wir fordern daher

>> Abschaffung der Vorraussetzungsverknüpfung von absolvierten Praktika und SIPs


>> Blockwiederholungen bei den SIPs

>> Umbau des Prüfungssystems

>> Sinnvoller Vorlesungsplan mit kritischen Inhalten und kleinerem Umfang – stattdessen Ausbau der freien Wahlfächer


>> verpflichtende Bezahlung und kostenlose Verpflegung im KPJ


>> verstärkte Wertschätzung der Lehre

>> Eine flexiblere Studiengestaltung (z.B. durch Selbstbestimmung über den
Zeitpunkt der eigenen Praktika)


>> angemessene Entlohnung für Tutor_innen


>> zusätzlicher Sezierkurs im Sommersemester


>> Aufbau einer Fachbibliothek mit aktuellem und umfassendem Bücherbestand


>> Ermöglichung von 5 Prüfungsantritten bei SIPs und anderen Prüfungen


>> Förderung des integrativen Lernens


>> Freiräume und mehr Lernplätze

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