| www.vaust.net | |||
|
|||
News Keine Nachrichten in dieser Ansicht.
|
knock- out studieneingangsphase 2.0Nach langer Diskussion zwischen ÖVP und SPÖ zur Einführung von Zugangsbeschränkungen wurde ein „Mittelweg“ gefunden, eine neue Knock-Out Studieneingangsphase wurde am 1.3.2011 im Nationalrat beschlossen. Aber was auf ersten Blick wie eine Kompromisslösung ausschaut- die ÖVP pocht schon seit Jahren darauf die Schranken auf den Hochschulen dicht zu machen, während die SPÖ sich bis jetzt offiziell gegen flächendeckende Zugangsbeschränkungen ausgesprochen hat- trägt ganz klar die Handschrift der ÖVP. Dennoch scheinen sowohl Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) als auch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) eine für sich zufriedenstellende Lösung gefunden zu haben. Aus Sicht der Studierenden gibt es aber keinen Grund zur Freude. Die Neuregelung soll Zugangsbeschränkungen ermöglichen- und das auf allen österreichischen Universitäten. Die Studieneingangsphase wird in Zukunft nur noch ein Semester dauern, verschärfte Sequenzierungsregeln sollen Studierende vorzeitig zum Aufgeben zwingen. Denn nur wer alle Prüfungen schafft, kann weiter studieren. Für viele Unis, wie etwa die Wirtschaftsuniversität Wien sind Knock-Out Studieneingangsphasen nichts Neues. Studieneingangsphasen sind schon seit 2009 im Universitätsgesetz für alle Studien festgeschrieben. Dennoch wird es für Studierende in Zukunft noch schwieriger die neue Studieneingangsphase zu bestehen. Denn für alle Prüfungen innerhalb dieses Abschnittes gibt es insgesamt nur noch 2 Prüfungsantritte. Zweimal durchfliegen bedeutet zugleich das Aus in dieser Studienrichtung- und zwar für immer. Auch wenn Schmied in der Neugestaltung der Eingangsphase den Orientierungscharakter dieser betont, so hat das mit echter Orientierung nur mehr sehr wenig zu tun. Ziel der STEP ist es, so viele wie möglich aus dem Studium zu drängen und insgesamt weniger Studienanfänger_innen ein Hochschulstudium zu ermöglichen. Geschickt schwindelt sich die Regierung damit einmal mehr aus ihrer Verantwortung endlich die Hochschulen auszufinanzieren und den Hochschulsektor auszubauen. Auch wenn es sich um qualitative und nicht quantitative Beschränkungen handelt wirken diese sozial selektiv. Sie werden Studierende aus sozial schwächeren Schichten besonders hart treffen. Werden beispielsweise die Knock- Out Prüfungen im ersten Jahr nicht geschafft droht auf Grund mangelnder ECTS Leistung der Beihilfenverlust. |
||