Kinospecials im April
Auch im April gibt es in Kooperation mit dem Leokino und dem Rennerinstitut Tirol wieder 2 Filme zum Eintrittspreis von € 3 bei Vorlage eines Studierendenausweises.
Die Vaterlosen
FR 08.04.2011 20:35 Uhr
Leokino 1
Niki ist Arzt und lebt in München. Vito ist ein Träumer und lebt in seiner eigenen Welt. Und Mitzi ist Studentin, leidet an einer neurophysischen Störung und lebt gemeinsam mit ihren Eltern auf einem halbverfallenen Bauernhof in der Steiermark. Die drei haben also nichts gemeinsam – bis auf den Vater Hans. Der war auf eben diesem Bauernhof in den 1970er und 80er Jahren Mittelpunkt einer Kommune, die sich allerdings auflöste. Im Sommer 2010 liegt Hans im Sterben und auf dem Totenbett beschließt er, noch einmal alle seine Kinder um sich zu versammeln. Zum Entsetzen von Mitzi schließt das auch ihre ältere Halbschwester Kyra mit ein, von deren Existenz sie bislang nie etwas gehört hatte. Die Zeit bis zu Hans’ Beerdigung müssen die einander fremden Geschwister notgedrungen gemeinsam auf dem Bauernhof verbringen. Mitzi beschließt, herauszufinden, ob es noch mehr Familiengeheimnisse gibt und warum Kyra und ihre Mutter bislang nie erwähnt wurden.
DIE VATERLOSEN erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichte der Annäherung von Geschwistern aus einer zerrissenen Familie. Dabei sind der Kampf um Liebe und Anerkennung des Vaters, der sie alle ihr Leben lang begleitet hat, ebenso zentral wie die Frage nach Zugehörigkeit und Heimat. Wie jede andere Familie hat auch diese ihre ganz spezielle Vergangenheit, die bewältigt werden will. Die Vergangenheit überwältigt die Geschwister nicht, letztendlich zählt ihre Überwindung und das Lernen aus den Fehlern des Vaters. (nach: novotnyfilm.at, kino-zeit.de)
Le Nom de Gens - Die Namen der Leute
FR 15.04.2011 19:00 Uhr
Leokino 1
Bahia kämpft mit Leidenschaft für ihre Überzeugungen und schläft mit politisch rechts stehenden Männern, um sie ideologisch umzudrehen. Eine Ausnahme macht sie für den bekennenden Linkswähler Arthur, dessen geordnetes Leben sie völlig auf den Kopf stellt. Und so sieht sich Arthur plötzlich nicht nur mit Bahias mitreißendem Idealismus, sondern auch mit der Geschichte seiner Familie konfrontiert.
Was auf den ersten Blick wie eine der etwas bemühten Ungleiches-Paar-Liebeskomödien wirkt, entpuppt sich als eine erfrischende, unverkrampfte und kritisch-tiefsinnige Komödie. In Rückblenden rollt Regisseur Michel Leclerc die Geschichte der Eltern Bahias und Arthurs auf, die geprägt ist von traumatischen Momenten. Frankreichs Shootingstar Sara Forestier (GAINSBOURG) brilliert in der Rolle der lebensfrohen Bahia. Jacques Gamblin (KOMMISSAR BELLAMY) verleiht dem schon etwas verknautschten Arthur das nötige Maß Reserviertheit.
(nach: www.x-verleih.de; www.filmstarts.de; www.programmkino.de)
„Regisseur Michel Leclerc und seine Koautorin Baya Kasmi reichern das Aufeinanderprallen der Kulturen mit einem ganzen Strauß von weiteren Themen an. Es geht nicht nur um Franzosen und Algerier, Juden und Araber, sondern auch um Hippies und Spießer, Technikfreaks und Atomkraft-Allergiker, Auschwitz-Opfer und koloniale Kriegsverbrecher. Die werden auf der optischen Ebene genauso durcheinandergewirbelt wie auf der inhaltlichen. Sogar die Filmformate sind ein bunter Mix, mal Farbe, mal Schwarz-Weiß, mal grobkörniges Super-8-Material, mal digitales HD. Aber genau darin besteht der Reiz: in dieser atemberaubenden Tour de Force durch die Turbulenzen von Kulturen, Familien und vor allem von Mann und Frau.” (Peter Gutting)
