Das britische Ford-Werk Dagenham im Jahr 1968: Gut gelaunt und schlecht bezahlt arbeiten hier 187 Frauen unter miserablen, fast frühkapitalistischen Bedingungen als Näherinnen von Autositzbezügen. Als die Konzernleitung sie zu ungelernten Arbeitskräften herabstufen will und Lohnkürzungen ankündigt, gehen die Frauen auf die Barrikaden. Sie fordern den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen. Angeführt von der zunächst unsicheren Rita O´Grady, die der Betriebsrat Albert erst dazu überreden muss, beschließen die Näherinnen den ersten Frauenstreik der britischen Geschichte. Mit Demonstrationen und Arbeitsniederlegungen machen die Frauen den arroganten Bossen die Hölle heiß. Unterstützung erhalten sie von der Arbeitsministerin Barbara Castle, die die streikenden Frauen zu einem Gespräch nach London einlädt. Von der Presse gefeiert, erringen die Arbeiterinnen einen spektakulären Triumph. Regisseur Nigel Cole setzt jenen historischen Streik mitten im Unruhejahr 1968 mit Liebe zum Detail in Szene. Da sitzt jedes Kostüm, jeder verblichene Kittel und jedes geliehene Kleid, als hätten die Frauen von Dagenham es selbst auf ihren Maschinen genäht. Die Dialoge und der Humor wirken britisch, die Sympathien liegen eindeutig auf weiblicher Seite. Zusätzlich unterstützt von einem Sixties-Soundtrack unterläuft die emotionale Milieustudie die Nähe zur Sozialreportage. (nach: www.einslive.de; www.moviemaze.de)
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