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Keine Rektorin ist kein Zufall

Diskriminierung bei Rektoratsbestellung an der Innsbrucker Medizin-Uni


„Von der Bundes-Gleichbehandlungskommission wird laut Online-Standard vom 25.02. 2010 bestätigt, was vom VSStÖ Innsbruck bereits im April 2009 beanstandet wurde: Margarethe Hochleitner, eine qualifizierte Innsbrucker Internistin, wurde bei der letzten Rektorswahl übergangen, weil sie eine Frau ist!“ zeigt sich die Frauensprecherin des VSStÖ Innsbruck, Christina Müller, empört.

„Dass der Unirat Herbert Lochs gewählt hat ist ein Rechtsbruch, da Hochleitner nach Österreichischem Gleichbehandlungsgesetz vorzuziehen gewesen wäre – schließlich gibt es aktuell keine einzige Rektorin an Österreichs Universitäten!“ erklärt VSStÖ Innsbruck Vorsitzender Stefan Gasser.

 „Im Vorfeld zur Rektoratsbestellung an der Innsbrucker Medizin-Uni wurde von den rechts/konservativen Parteien massiv gegen Margarethe Hochleitner gehetzt. Auch der Unirat wurde von rechts/konservativen Politikern öffentlich massiv beeinflusst. Das zeigt wieder einmal, dass die Einführung des Unirats den Unis nichts bringt, aber Tür und Tor für machtpolitische Interessen und Männerseilschaften öffnet.“ prangert Gasser an.

„Ministerin Karls Vorschlag einen Gender-Arbeitskreis in der Rektor_innenkonferenz einzuführen, ist grundsätzlich nichts entgegenzusetzen - allerdings sollte es diesen längst geben, denn schließlich sind auch nur 15% der ordentlichen Uni-Professor_innen Frauen!“, wundert sich Müller über Karls leichfertigen Umgang mit diesem Skandal.

„Der VSStÖ fordert die Gleichstellung und Gleichbehandlung der Frauen auf allen Ebenen der Universität, sowie deren Demokratisierung – und damit auch die Abschaffung des (universitätsfremden) Unirats!“ schließen Müller und Gasser kämpferisch.



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