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Keine Psychotests an der Medizinischen Universität Innsbruck!

Neues Auswahlverfahren soll Allgemeinheit vom Medizinstudium ausschließen und „Vererbung“ der Bildungselite sicherstellen.


„Nachdem der neue Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI) Univ.Prof. Dr. Herbert Lochs bereits öffentlich klar gestellt hat, welche Rolle Studierende in Zukunft an „seiner“ Universität zu spielen haben, hat sein Vizerektor für Lehre und Studierende Norbert Mutz mit seinem Konzept endgültig den Vogel abgeschossen“, ärgert sich Jessica Müller, Vorsitzende des Verbandes Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) Innsbruck.

„Geht es nach Vizerektor Mutz, sollen angehende Medizin-StudentInnen zusätzlich zum bereits bestehenden Aufnahmetest einen Psychotest absolvieren, sowie ein Aufnahmegespräch durchlaufen müssen. Ein derart menschenverachtendes und intransparentes Auswahlverfahren soll offensichtlich den bereits bestehenden Seilschaften an der MUI die völlige Kontrolle über die Auswahl der zukünftigen Studierenden sicherstellen. Anscheinend ist Vitamin B zukünftig die Grundvoraussetzung um ein Medizinstudium in Innsbruck aufnehmen zu können!“ erzürnt sich Müller.

Ebenso skandalös ist für Müller die Tatsache, dass Rektor Lochs die größte universitäre Gruppe – die Studierenden – in aller Öffentlichkeit als Konsumenten (sic!) bezeichnet. „Offensichtlich ist ihm nicht bewusst, dass die durch Steuergeld finanzierte MUI einen öffentlichen Bildungsauftrag hat und sich nicht im Eigentum des Rektorats und der ProfessorInnenkurie befindet“, beschwert sich Müller.

„Der VSStÖ fordert schleunigst einen Ausbau der Studienplätze und eine Erhöhung der Ausbildungsqualität an der MUI, um einen drohenden ÄrztInnenmangel zu verhindern und den hohen medizinischen Standard in Österreich zu wahren!“ schließt Müller. 



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