JUSOS/AKS/VSStÖ/FSG Jugend: Tiroler Jugendorganisationen stellen sich gemeinsam gegen Studiengebühren in Österreich
VSStÖ, FSG Jugend, JUSOS Tirol, AKS: Nein zu Studiengebühren! – Ja zur Umverteilung von Vermögen!
Entsetzt zeigen sich die Jugendorganisationen aus Tirol (VSStÖ, JUSOS, FSG Jugend, AKS) über die neu entflammte Debatte zum Thema Studiengebühren. Bundeskanzler Werner Faymann, der erst gegen die Einführung der Studiengebühren war, widerspricht sich und verrät nun seine eigene Politik. Tatsache ist das jegliche Form von Studiengebühren sozial schwächer gestellte Studierende von Bildung abhalten. Es gibt keine reichen Studierenden, nur reiche Eltern. Die Position der FSG-Jugend Tirol, und auch bundesweit, bezieht sich hauptsächlich auf das Einkommen der Eltern und Studierenden.
„ Es kann nicht sein, dass wir uns zu einer zwei Klassengesellschaft im Bildungsbereich bewegen, der Zugang zur Bildung darf nicht vom finanziellen Hintergrund der Eltern bestimmt werden“, so der FSG Landesjugendsekretär Manuel Unterkircher.
„In der Österreichischen Verfassung ist der Gleichheitsgrundsatz festgelegt und untersagt jegliche Benachteiligung aufgrund der Herkunft und der Geburt. Studiengebühren benachteiligen unumstritten sozial schwächere Studierende und übervorteilen Kinder mit reichen Eltern“ empört sich Christina Müller, Vorsitzende des VSStÖ Innsbruck.
„Die Ausfinanzierung der Universitäten ist essentiell, doch diese darf nicht auf Studierende abgewälzt werden. Wir zahlen nicht für eure Krise! Reiche besteuern, dass ist die Devise der JUSOS Tirol“, stellt der Landesvorsitzende der JUSOS Tirol, Luca Tschiderer, klar.
Die AKS Tirol möchte die österreichische Politik an die allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UN erinnern, die Bildung als Menschenrecht und nicht als Klassenrecht deklariert. „Zeig mir deine Eltern und ich zeig dir deine Bildung! Dieser Satz ist immer noch gültig und darf nicht durch die Einführung von Studiengebühren verstärkt werden! Bildung darf kein Privileg werden, sondern muss frei zugänglich für alle sein“, entrüstet sich Christina Kaiser, Landesvorsitzende der AKS Tirol.
Bereits 2010 war der SPÖ Tirol die sozialdemokratische Untragbarkeit von Studiengebühren bewusst, deshalb möchten die Jugendorganisationen Tirols alle Sozialdemokrat_innen an den einstimmigen Beschluss des Landesparteitages 2010 erinnern bei dem sich die Sozialdemokratische Partei Tirol gegen jegliche Form von Studiengebühren ausspricht. Deshalb ein klares NEIN zu Studiengebühren und ein klares Nein zur Akademiker_innensteuer und somit nachgelagerten zwei Klassen differenzierenden Gesellschaft.
Die Jugendorganisationen sprechen sich für eine Vermögenssteuer aus, die unumstritten mehrere Milliarden jährlich einbringen würde.