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Der Wahnsinn geht weiter – Folge 1768 ...

Wenn ihr diese Ausgabe der Unipress in den Händen haltet, ist das Jahr 2010 bereits Geschichte. Doch gerade für Studierende verspricht dieser Jahreswechsel nichts Gutes. Das Sparbudget 2011 wird einige von uns in arge finanzielle Nöte reißen: Wegfall der Familienbeihilfe ab 1. Juli, Verdoppelung der Kosten für die studentische Selbstversicherung, massive Preiserhöhung des Heimplatzes um nur einige der auf uns zukommenden Belastungen zu nennen.

 Als wäre das alles noch nicht genug, präsentiert uns Wissenschaftsministerin Karl, sozusagen als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, eine Novelle des Universitätsgesetzes, die flächendeckende Zugangsbeschränkungen in faktisch allen Fächern legalisieren soll. Nicht nur der Inhalt der Novelle, der Maturant_innen vor beinahe unlösbare Probleme stellen wird (aufgrund der geplanten 6- monatigen Vorbereitungszeit in den Aufnahmeverfahren dürfen sich Maturant_innen mitten im Matura-Stress auch noch um ihre Studienzulassung kümmern).

 Doch nicht nur der Inhalt, auch die Vorgehensweise von Ministerin Karl, zeugt von einer unglaublichen Dreistigkeit: Die Gesetzesnovelle wird um Mitternacht (!) mit einer 3-tägigen Frist (incl. Feiertag) für Stellungnahmen in die Begutachtung geschickt. Diese Zustände, wie wir sie aus autoritären und antidemokratischen Staaten kennen, sind einer Demokratie unwürdig. Anstatt ständig neue Hürden und Belastungen für uns auszuhecken sollte  Ministerin Karl lieber für ein anständiges Hochschulbudget kämpfen.

 Wir werden jedenfalls weiterhin entschlossen gegen den Bildungska(r)hlschlag kämpfen!

 Dein Vaust

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