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AKS Tirol/JUSOS Tirol/VSStÖ Innsbruck: 8. März Weltfrauentag: Kampf für gleiche Rechte muss weitergehen!

Wahl von Oppitz-Plörer zur Bürgermeisterin verhöhnt Bemühungen um progressive Gleichstellungspolitik; sozialistische Jugendorganisationen gehen auf die Straße


„Wie jedes Jahr werden wir den 8. März als Weltfrauentag gesondert dazu nutzen auf die weiterhin bestehende Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau, hier in Österreich, sowie auf der ganzen Welt, hinzuweisen“, erklärt Benjamin Plach, Landesvorsitzender der Aktion Kritischer Schüler_innen Tirol (AKS Tirol), die große Bedeutung des Tages für die drei sozialistischen Jugendorganisationen.


„Es geht um so viel: Angefangen von einer ökonomischen Ungleichbehandlung wie zum Beispiel der niedrigeren Entlohnung von Frauen sowie der Tatsache dass es Frauen auf Grund ihres Geschlechts extrem erschwert wird, Spitzenpositionen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einzunehmen bis dahin, dass antiquierte Rollenbilder die Lebensrealitäten von Frauen immer noch massiv beeinflussen. Trotz formalrechtlicher Gleichstellung wird Frauen der Zugang zum Schwangerschaftsabbruch erschwert, wird Kindererziehung und Haushaltsarbeit ganz selbstverständlich als Frauenarbeit interpretiert, wird kein ausreichender gesetzlicher Rahmen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen, sind immer noch ein Viertel aller Frauen einmal in ihrem Leben Opfer von sexueller oder häuslicher Gewalt, stellen sich die konservativen Kräfte dieses Landes immer noch gegen ein modernes, selbstbestimmtes Frauenbild“, führt Jessica Müller Vorsitzende des Verbandes Sozialistischer Studierender Innsbruck (VSStÖ Innsbruck) weiter aus.



„Die Vorgehensweise der Konservativen im Zusammenhang mit der Wahl von Christine Oppitz-Plörer zur neuen Innsbrucker Bürgermeisterin ist an Scheinheiligkeit nicht nur kaum zu überbieten, sondern als Schlag in das Gesicht eines/einer jeden zu interpretieren, der/die für sich beansprucht ein aufgeklärtes, modernes Weltbild zu haben“, ärgert sich Jakob Flossmann, Landesvorsitzender der Jungen Sozialist_innen Tirol (JUSOS Tirol). „Sackerln mit Oppitz-Plörers Konterfei werden zum Anlass des Weltfrauentags verteilt und hier möchte ich noch einmal allen Gemeinderät_innen vor Augen führen wen sie da am Montag zur neuen Bürgermeisterin wählen wollen. In ihrer Funktion als Stadträtin und Vizebürgermeisterin hat Oppitz-Plörer die Jugend für das Leben während ihres Pro-Life-Marschs offiziell in Innsbruck empfangen. Diese christlich fundamentalen „Lebensschützer_innen“ stellen sich gegen jedes Recht der Frau auf Abtreibung und vergleichen diese mit dem Holocaust, reduzieren Frauen in ihrer Weltsicht als demütige Gebärmaschinen im Dienste der Männer.“

„Wir erkennen an, dass sich in den letzten Jahrzehnten einiges zum Besseren verändert hat, weigern uns aber den Kampf um gleiche Rechte für alle Menschen aufzugeben“, meinen Flossmann, Müller und Plach unisono und schließen mit den Worten Johanna Dohnals: „Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine "weibliche Zukunft". Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“

 

 

 

 

 



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