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Politics - ausländische Studierende


Gleiche Rechte für alle Studierende!

MigrantInnen erfahren in unserer Gesellschaft rassistische Benachteiligung und Diskriminierung tagtäglich am eigenen Leibe. Auch an den Universitäten ist die massive Diskriminierung von ausländischen KollegInnen traurige Realität:

Beschnittene demokratische Rechte
Obwohl ausländische Studierende zumindest bei ÖH-Wahlen aktiv wählen können, dürfen sie ihre eigene Vertretung noch immer nicht selbst wahrnehmen. AusländerInnen sind vom passiven Wahlrecht ausgeschlossen und dürfen somit nicht als KandidatInnen zu ÖH-Wahlen antreten. Der VSStÖ fordert das aktive und passive Wahlrecht auf allen Ebenen – ÖH, Arbeiterkammer, lokal, regional und national. Mitgestalten, wo du wohnst und lebst, lautet das Motto.

Brutal sozial?
Studierende an Österreichs Universitäten, die keine EU Staatsbürgerschaft vorweisen können, sind von nahezu allen Beihilfen und Förderungen ausgeschlossen. Obwohl ausländische KollegInnen in der Regel zur sozial schwächsten Gruppe zählen, verlangt der Staat von ihnen (sofern sie nicht EU/EWR StaatsbürgerInnen sind) die doppelten Studiengebühren und einen Nachweis von 5087 € pro Studienjahr. AusländerInnen sind jedoch vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen und haben keinerlei legale Möglichkeit, diese Beträge in Österreich zu verdienen. Viele ausländische KollegInnen werden damit in die Illegalität gedrängt und können, weil sie versuchen, die finanziellen Anforderungen des österreichischen Staates zu erfüllen, abgeschoben werden.
Der VSStÖ fordert die Aufhebung der zusätzlichen sozialen Hürden für AusländerInnen! Abgesehen davon, dass Studiengebühren prinzipiell abzulehnen sind, darf es keinesfalls eine zusätzliche Schlechterstellung von ausländischen Studierenden geben. Die Tatsache, dass AusländerInnen 727 € pro Semester zahlen müssen, ist ein Skandal! Neben der Rücknahme dieser Diskriminierung fordert der VSStÖ den Entfall des Nachweises über ein Barvermögen von 5087 €.
Wer hier lebt (und studiert) muss auch hier arbeiten dürfen! Wir fordern, dass es ausländischen Studierenden möglich sein muss, auf legalem Weg Geld für den Lebensunterhalt und zur Finanzierung ihres Studiums zu verdienen.

Rage against racism!
Aber nicht nur materielle Benachteiligung erschwert das Leben ausländischer Studierender in Österreich. Offen wie versteckte rassistisch motivierte Diskriminierung im Unialltag, in der Sprache, bei Prüfungen usw.gehören noch immer nicht der Vergangenheit an. Um solche Vorfälle der Diskriminierung wegen Hautfarbe, Geschlecht, Aussprache, Aussehen usw. im Unialltag aufzuzeigen, fordert der VSStÖ die Einrichtung eigener Beschwerdestellen an der Universität. Diese müssen die Anonymität der KollegInnen wahren und mit Möglichkeiten ausgestattet sein, Sanktionen zu setzten, damit Antidiskriminierung nicht von der Willkür der Univerwaltung abhängt.

Schikanen bei der Zulassung – Ausweisung nach Abschluss
Die Fristen für die Zulassung von AusländerInnen zum Studium in Österreich sind zeitlich streng begrenzt. Es existieren keine Nachfristen, wodurch eine Nachreichung von fehlenden Dokumenten unmöglich gemacht wird und Zulassungsprüfungen, die erst nach den jeweiligen Einreichungsterminen absolviert werden können, nicht mehr akzeptiert werden. Sollte es einE AusländerIn dennoch schaffen unter all diesen Schikanen ihr/sein Studium abzuschließen, endet ihre/seine Aufenthaltsberechtigung mit dem Tag ihres/seines Studienabschlusses. Entgegen jeder Logik muss die/der Betreffende das Land sofort verlassen.


Da es absurd ist, dass ein Mensch, der jahrelang in Österreich gelebt und studiert hat am Tag ihres/seines Studienabschlusses, des sozialen Umfeld beraubt und aus dem Land geschmissen wird, fordern wir das Bleiberecht für ausländische AbsolventInnen und die automatische Vergabe von Arbeitsbewilligungen.


Der VSStÖ setzt sich in der ÖH für Offenheit und Internationalität ein. Gerade im vorherrschenden Klima der Intoleranz, Verhetzung und Ausgrenzung ist es wichtig, sich für Solidarität und Völkerverständigung stark zu machen, denn...


Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker! (Ernesto Ché Guevara)

 

 

 

 

 

 

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